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% version-0.4
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\documentclass[a4paper]{article}
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% let's start
\begin{document}
\title{lernende Organisationen - learning organizations}
\date{\today}
\author{Nico Schottelius (nico-leibniz@schottelius.org)\\
Mat.-Nr.: 11375}
% ----------------------------------------------------------------------------
\maketitle
\newpage
\tableofcontents
\newpage
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\section{Einleitung}
\begin{quote}
\textit{
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom - man darf nie aufh\"oren}
(fern\"ostliche Weisheit)
\end{quote}
% ----------------------------------------------------------------------------
\subsection{Konventionen}
In diesem Dokument werden prim\"ar deutsche Begriffe oder
deutsche \"Ubersetzungen der fremdsprachigen Begriffe verwendet.
Wo notwendig wird die englische \"Ubersetzung angef\"uhrt.
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\subsection{Begriffserkl\"arung}
Der Begriff "`learning organization"' wird im Deutschen mit
"`lernende Organisation"', "`lernendes Unternehmen"'
oder "`organisationales Lernen"' \"ubersetzt.
Die ersten beiden \"Ubersetzungen fokussieren die Gesamtsicht
auf das Unternehmen, die letzte Sicht auf das Individuum.
Aufgrund der Existens von einer gr\"o\ss{}en Anzahl von
Literatur zu diesem Thema existieren viele Definitonen.
Peter M. Senge beschreibt in dem Buch
"`The fifth discipline"'\footnote{Die deutsche \"Ubersetzung
ist unter dem Titel "`Die f\"unfte Disziplin"' erh\"altlich, 
vgl. \cite{senge-de}.} die lernende Organisation wie folgt:
\begin{quote}
[Lernenden Organisationen sind] "`...Organisationen, in denen die Menschen
kontinuierlich die F\"ahigkeit entfalten, ihre wahren
Ziele zu verwirklichen, in denen neue Denkformen
gef\"ortdert und gemeinsame Hoffnungen
freigesetzt werden und in denen Menschen lernen,
miteinander zu lernen."'\footnote{Aus \cite{senge-de}, S. 11.}
\end{quote}
Desweiteren erl\"autert er eine Eigenschaft von lernenden
Organisationen:
\begin{quote}
"`[Eine lernenden Organisation] ist eine Organisation, die
kontinuierlich die F\"ahigkeit ausweitet, ihre eigene Zukunft
sch\"opferisch zu gestalten."'\footnote{Aus \cite{senge-de}, S. 24.}.
\end{quote}
Heinz-Kurt Wahren zum Beispiel setzt in seinen Definitionen
jedoch andere Schwerpunkte\footnote{Vgl. \cite{dlu}, S. 3f und
insbesondere S. 6f.}:
\begin{itemize}
\item durch organisatorisches Lernen soll das Wissen
eines Unternehmens erweitern werden
\item das Unternehmen soll durch Lernen sich an seine ver\"andernde Umelt
anpassen
\item aus \"okonomischer Sicht sollen die Kosten reduziert werden und die
Qualit\"at verbessert werden
\item eine Verbesserung der Innovationsf\"ahigkeit soll erreicht werden
\item eins, mehrere oder alle diese Ziele zu verwirklichen
\end{itemize}
Die "`lernende Organisation"'\footnote{Vgl. \cite{permanente-personal}, S. 36.}
zeigt an vielen Stellen den Zwang zum Wandel zur lernenden
Gesellschaft wieder, jedoch scheint die Umsetzung sich dem Zwang
nicht ganz unterzuordnen.
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\subsection{historischer Hintergrund}
Der Begriff des organisationalen Lernens wurde als erstes von
Herbert Simon\footnote{Vgl. \cite{herbert-simon}.} in den 60er
gepr\"agt. Bis zum Jahre 1990 wurden wenige Werke zu dieser
Thematik ver\"offentlicht. 1990 erschien das Werk
"`The fifth discipline"' von Senge. Mit 
dieser Erscheinung wurde der Aspekt der lernenden Organisation
in der Organisationsentwicklung wieder aufgegriffen.
Zur Zeit der Erstellung dieses Dokumentes liefert
die Suchmaschine Google\footnote{Vgl. \cite{google}.}
knapp 47 Tausend Ergebnisse auf die Suche nach
"`lernende Organisation"' und knapp 10 Millionen Ergebnisse
auf den Suchbegriff "`learning Organization"'.
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% done
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\section{Motivation}
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Wozu werden lernende Organisationen ben\"otigt und welche
Probleme und Gr\"unde existieren, die die diese Entwicklung vorantreiben?
Folgende Gr\"unde sind zu nennen:
\begin{itemize}
\item Wandel zur Informationsgesellschaft
\item Ver\"anderte Stellung der Arbeit
\item permante Erh\"ohung der Innovationsgeschwindigkeit
\item Globalisierung erh\"oht Anpassungszwang
\end{itemize}
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\subsection{Wandel der Gesellschaft}
Von der Industriegesellschaft (2. Sektor)
zur Dienstleistungsgesellschaft (3. Sektor) n\"ahren wir uns
langsam der Informationsgesellschaft (4. Sektor, h\"aufig wird auch
der Bankensektor als 4. Sektor beschrieben). Ein Ende der
Ver\"anderung ist nicht in Sicht, im Gegenteil, es wird
eine permanente Ver\"anderungen der Welt erwartet.
K\"orperliche Arbeit r\"uckt zunehmend in den Hintergrund und
wird durch Maschinen ersetzt. Die Bev\"olkerung muss sich neuen
Gegebenheiten anpassen. Das Wissen des einzelnen Arbeiters
stellt nicht nur einen optionalen Faktor dar ("`nice-to-have"'), sondern
wird zu einer Grundbedingung.
Diese Ver\"anderung f\"ordert die Entwicklung zur
Wissensgesellschaft\footnote{Vgl. \cite{permanente-personal}, S. 7f.}.

Information wird zu einem Produkt oder einer
Resource\footnote{Vgl. \cite{bildungsmanagement}, S. 16.}.
Folglich enstehen wissensabh\"angige Organisationen\footnote{Vgl.
\cite{permanente-personal}, S. 8.}.
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\subsection{Ver\"anderung der Arbeitswelt}
Das tradionelle Verh\"altniss zwischen Arbeit und Freizeit
l\"ost sich auf. Es werden flexible Arbeits- und Freizeiten
ben\"otigt. Es entsteht ein fliessender \"Ubergang zwischen
Arbeit und Nicht-Arbeit.
Das Individuum muss sich auch auf der Arbeit ver\"andernden
Umgebungen anpassen.
Desweiteren findet ein Umbruch der Arbeit statt, der
Entgrenzung\footnote{Flexibilisierungstendenzen auf
unterschiedlichen Sozialebenen, vgl. \cite{permanente-personal}, S. 7.}
hervorruft.
Es gibt drei verschiedene Auspr\"agungen der Entgrenzungen:
\begin{enumerate}
\item starker Kompentenzwettbewerb
\item Individuen in Organisation m\"ussen in Form des organisationalen
Lernens lernen
\item selbst\"andiges (autodidaktisches)
Lernen\footnote{Vgl. \cite{permanente-personal}, S. 11.}
\end{enumerate}
Das Wissen ist eine Qualifikation. Der Anteil der
Informationen an s\"amtlichen Stellen der Wertsch\"opfungskette erh\"oht
sich.
Lernen ist wichtig f\"ur die Unternehmen, da es 
einen Wettbewerbsvorteil f\"ur die Organisation darstellen
kann\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 11f.}.
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% fertig
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\subsection{Innovationsgeschwindigkeit}
Die Innovationszyklen tendieren zur immer kleiner Kreisen, die
Entwicklungsgeschwindigkeit erh\"oht sich in enormen Ma\ss{}e.
Durch werde Produkte immer schneller entwickelt. Die technische
und gesellschaftliche Entwicklungen f\"ordern diesen Trend:
Bedingt durch die technisch einfacheren, kosteng\"unstigeren
und flexibleren Herstellungsverfahren ist es in relativ
kurzer Zeit m\"oglich ein neues Produkt in Massenfertigung
herzustellen. Somit verkleineren sich nicht nur die 
Innovationszyklen, sondern auch die Abst\"ande zwischen diesen.
Innovationen wird als Mittel zur Verbesserung der
Wettbewerbsf\"ahigkeit gesehen\footnote{Vgl. \cite{permanente-personal}, S. 30.}.
Die Potenz, die Kreativit\"at sowie F\"ahigkeit der Mitarbeiter diese
zu schaffen muss entweder gegeben sein, oder durch organisationales
Lernen trainiert werden.
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\subsection{Globalisierung}
Die Auswirkung der Globalisierung ist unter anderem die Entstehung
eines neuen globalen Marktes. Dieser bietet der Unternehumung
neue Chancen, neue Absatzorte und eine wesentliche h\"ohere
Anzahl von potentiellen Kunden. Durch diese Entwicklung
existiert jedoch Konkurrenz nicht nur regional oder national, sondern
global! Die Unternehmenung und ihre Mitarbeiter m\"ussen
Flexibilit\"at zeigen, um sich im st\"andig wandeldem Markt
behaupten zu k\"onnen.
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\section{Aufbau}
Es exstieren viele Werk, die den generellen Aufbau einer lernenden
Organisation darstellen. Im Gegensatz dazu existiert
wenig Literatur \"uber die m\"ogliche Realisierung derselben.
Im folgenden werden verschiedene Ans\"atze und Methoden dargestellt.
Besondere Beachtung findet dabei das Werk "`The fifth discipline"'.
Der Lernvorgang muss auf allen Ebenen stattfinden, nicht nur
in den F\"uhrungspositionen.
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\subsection{Generelles}
Organisationales Lernen ist eine Folge von einer etablierten Lernkultur.
Die Umsetzung der Lernkultur wird gesteuert durch die
Personalentwicklung\footnote{Vgl. \cite{permanente-personal}, S. 14.}.
Umdenken ist notwendig, um die fundamentalen Proze\ss{}e in der
lernenden Organisation zu erm\"oglichen\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 22.}.
Dazu z\"ahlt unter anderem das autodidaktische Lernen, jedoch auch die
Annahme von unternehmensgeleitetes Lernen.
Es muss in der Unternehmung die Vorraussetzungen f\"ur
effektives Lernen\footnote{Vgl. \cite{dlu} S. 15ff.} geschaffen werden.
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\subsection{Informationsfluss}
\begin{quote}
\textit{Misinformation is a weapon of mass destruction}
(Postkartenwerbung)
\end{quote}
H\"aufig wurden in Organisationen stark limitierte Informationspolitik
betrieben: Die Mitarbeiter sollten nur die Informationen erhalten,
die umbedingt f\"ur diese n\"otig waren. Der Organisationsablauf war
gepr\"agt von Desinformation und Informationszur\"uckhaltung.
Die lernende Organisation setzt auf freien Informationsfluss, der
eine uneingeschr\"ankte Entfaltung der Mitarbeiterresourcen
erm\"oglicht. Mitarbeiter erhalten so die M\"oglichkeit
einen "`Blick \"uber das Ganze"' zu
erhalten\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 333ff.}.
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\subsection{Systemdenken}
Mit dem Begriff Systemdenken ist gemeint einen
\"Uberblick haben, das Ganze betrachten und keine Entscheidungen
aufgrund von kleinen Ereignissen zu
treffen\footnote{Vgl. \cite{senge-de} S. 15.}.
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\subsection{Personal Mastery}
Personal Mastery, die pers\"onliche Beherrschung, beschreibt
wie gut jemand Geduld entwickelt, wie gut
seine objektive Betrachtung der Realit\"at ist und wie stark
er sich beherrschen kann. Dies beinhaltet auch die F\"ahigkeit
des "`Bewussten Denkens"'. Zusammengefasst wird es
als der Grad der Selbstbeherschung, -kontrolle und -disziplin
bezeichnet\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 16f.}.
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\subsection{Fachwissen}
Eine st\"arkere Auspr\"agung des Fachwissens ist ein Merkmal
des Prozesses zur lernenden Organisation. Jedoch m\"ussen im Gegensatz
dazu auch die ausserfachlichen sozialen Qualifikationen nicht nur
erh\"oht, sondern erst einmal aufgebaut werden. Ohne diese
Qualifikationen befinden sich "`Wissensinseln"' im "`Organisationsmeer"',
die unf\"ahig sind ihre G\"uter miteinander auszutauschen.
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\subsection{Team-Lernen}
Lernen im Team erlaubt eine gegenseitige Hilfe und Unterst\"utzung.
Gelernte Inhalte k\"onnen gegenseitig kontrolliert und korrigiert
werden. Des weiteren kann ein gegenseitiger Austausch von
verschiedenen Fachinformationen stattfinden.
Um dies zu erm\"oglichen, muss die Kommunikationskultur entsprechend
gepr\"agt werden. Dadurch wird die Komponente des
sozialen Lernes immer wichtiger\footnote{Vgl. \cite{bildungsmanagement}, S. 22.}.
Die Mitarbeiter m\"ussen
nat\"urlich ihre Lernf\"ahigkeit entwickeln. Das
Individuum muss seine Annahmen und sein Verst\"andnis gegen\"uber
der Gruppe ver\"andern lassen und sich auf ein
"`gemeinsames Denken"' einlassen\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 19ff.}.
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\subsection{eine gemeinsame Vision entwickeln}
Es ist wichtig gemeinsame Visionen zu entwicklen, damit nicht
die individuellen im Mittelpunkt stehen. So wird
ein gemeinsames Ziel angestrebt. Eine Identit\"at mit Unternehmen
wird angestrebt, die das gemeinsame Lernen
f\"ordert\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 18f}.
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\subsection{das Zusammenspiel}
Senge definiert die folgenden \textbf{f\"unf Disziplinen}:
\begin{enumerate}
\item Systemdenken
\item Personal Mastery
\item Mentale Modelle
\item eine gemeinsame Vision entwickeln
\item Team-Lernen\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 21ff.}
\end{enumerate}
Die Gesamtbetrachtung der f\"unf oberen wird im Gesamten
ebenfalls als "`die f\"unfte Disziplin"' bezeichnet.
Das Systemdenken ist dabei Basis\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 88f.}.
Er betont immer wieder, dass keine Betrachtung des Einzelnen vollzogen werden
soll, sondern immer die Details im Gesamtzusammenhang gesehen werden m\"ussen.
Dadurch ergibt sich ein Weitblick, der nicht (so stark) eingeschr\"ankt
ist\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 75.}:
\begin{quote}
\begin{itemize}
\item "`die Warnehmung von Wechselbeziehungen statt linearer
Ursache-Wirkung Ketten und 
\item die Wahrnehmung von Ver\"anderungsprozessen statt
von Schnappsch\"ussen"'\footnote{Aus \cite{senge-de}, S. 94.}
\end{itemize}
\end{quote}
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\subsection{Lernmethoden}
Die praktische Umsetzung des organisationalen Lernens
kann mit verschiedenen Lernmethoden realisiert werden.
Dazu geh\"ort unter anderem das
soziale Lernen\footnote{Vgl. \cite{dlu} S. 20ff.},
Action Learning\footnote{Vgl. \cite{dlu} S. 31ff.},
die Chaospiloten\footnote{Vgl. \cite{dlu} S. 34ff.}
oder 
computergest\"utztes Lernen\footnote{Vgl. \cite{dlu} S. 36ff.}.
Desweiteren existieren Theorien und Modelle des organisationalen
Lernens\footnote{Vgl. \cite{dlu} S. 43ff.}.
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\subsection{Lerndauer}
Lernen wird im Sinne der lernenden Organisation als auch
unter dem Aspekt der st\"andigen Umweltver\"anderung
zu einem lebenslangen Proze\ss{}.
Es entwickelt sich der Status des permanenten Lernens und
Weiterentwickelns ohne Abschluss\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 20.}.

In der lernenden Organisation l\"auft findet ein Zyklus statt, der
das permanente Lernen wiederspiegelt:
\begin{enumerate}
\item Problem (und evtl. Verunsicherung) kommt auf
\item L\"osungssuche beginnt
\item ausgew\"ahlte L\"osung wird benutzt
\item Verhalten wurde angepasst
\item Werte und Einstellungen \"andern sich
\item Verhalten wird \"uberpr\"uft (und zur\"uck zum ersten Punkt)
\end{enumerate}
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% fertig
% ================================================================== 
\section{Probleme}
\begin{quote}
\textit{
FAUST:\\
Habe nun, ach!  Philosophie,\\
Juristerei und Medizin,\\
Und leider auch Theologie\\
Durchaus studiert, mit heissem Bemuehn.\\
Da steh ich nun, ich armer Tor!\\
Und bin so klug als wie zuvor;\\
Heisse Magister, heisse Doktor gar\\
Und ziehe schon an die zehen Jahr\\
Herauf, herab und quer und krumm\\
Meine Schueler an der Nase herum-\\
Und sehe, dass wir nichts wissen koennen!
}\footnote{Aus \cite{faust}.}
\end{quote}
Verschiedene Probleme treten bei der Umsetzung auf.
Eines davon sind die m\"oglichen Lernhemmnisse die im Folgenden
erl\"autert werden. Ein Hemmnis, eine Demotivation ist das
fehlende Selbstwertgef\"uhl. Ohne dieses geben Menschen
die Arbeit und das Lernen an einfachen Hindernissen auf.
Selbst Faust wurde von diesem Ph\"anomen geplagt. Wie er jedoch
dies zu l\"osen versuchte ist in der entsprechenden Literatur
nachzulesen.
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\subsection{Lobmi\ss{}platzierung}
Lob ist ein einfaches, kosteng\"unstiges Mittel um Mitarbeiter
zu motivieren. Falsch eingesetzt kann es jedoch die entgegengesetzte
Wirkung besitzen. So wird zum Beispiel der Chef beim Erfolg
der Abteilung gelobt, bei Mi\ss{}erfolg werden jedoch
die Mitarbeiter getadelt. Das hat ein sinkendes Selbstwertgef\"uhl
zur Folge.
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% fertig
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\subsection{Angst vor Fehlern}
\begin{quote}
\textit{
Wer arbeitet macht Fehler, wer wenig arbeitet macht wenig Fehler, wer nicht
arbeitet macht keine Fehler, wer keine Fehler macht wird bef\"ordert.}
(Unbekannt)
\end{quote}
Aus dieser Logik heraus entstanden Probleme wie der
"`Dienst nach Vorschrift"' oder die Reduzierung des Arbeitseinsatzes
auf das Minimum. Verursacht wird dies durch falsche
(destruktive) Kritik.
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\subsection{Gesellschaftswandel}
Bedingt durch den Gesellschaftswandel zur Wissensgesellschaft
werden traditionelle Lebensbilder verworfen.
So ist der bekannte Ablauf
\begin{enumerate}
\item schulische Ausbildung
\item betriebliche Ausbildung und Berufsschule
\item eventuelle Weiterbildung zur "`Reperatur"'\footnote{Vgl.
\cite{bildungsmanagement}, S. 13f.}
\end{enumerate}
in der lernenden Organisation nicht zu realisieren.
Das einmalige Lernen ("`Warum soll ich denn etwas Neues lernen,
ich habe das doch in der Ausbildung gelernt!"') kann
unter bestimmten Umst\"anden nicht einfach in das
lebenslanges Lernen transferiert werden.
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\subsection{Identifikation}
Wenn keine Identifikation mit der Organisation vorhanden ist,
wird nur die "`Ich-Position"' vertreten. Der
Mitarbeiter f\"uhlt sich nur f\"ur das eigene Handeln verantwortlich.
Konsequenzen aus Gruppenfehlern oder Kommunikationsproblemen
werden "`von sich gewiesen"'. "`Die eigene Arbeit war in Ordnung,
f\"ur die Fehler anderer bin ich nicht verantwortlich"' ist eine
h\"aufig anzutreffende Aussage\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 28ff.}.
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\subsection{andere Schuld-Syndrom}
Dieses Syndrom ist die Steigerung des Identifikationsproblems.
Es wird vorrausgesetzt, das "`Das was ich mache ist gut."'
Bei Fehlern bin also ich nicht Schuld, sondern jemand
anderes\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 87.}.
Folglich muss ich auch nichts an mir
ver\"andern\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 30ff.}.
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% fertig
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\subsection{Ereignisfixierung}
Die Betrachtung von momentanen Ereignissen tr\"uben den
Blick. Sie verhindert die langfristige Planung und ist
stark fehleranf\"allig bei sehr langsame
Entwicklungen\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 32ff.}.
Die Ereignisfixierung steht im Gegensatz zum Struktur-
und Systemdenken\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 70f und S.82.}.
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\subsection{Lernen aus Erfahrung}
Man lernt aus Erfahrungen. Das Erleben von Konsequenzen
ver\"andert das eigene Denken und Verhalten.
Wenn jedoch (h\"aufig) kein direktes Feedback stattfindet,
sondern nur (vielfach) gefiltertes, ist ein effektives
Lernen nicht m\"oglich\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 35ff.}.
Ursache und Wirkung k\"onnen r\"aumlich und zeitlich
auseinanderliegen\footnote{Vgl. \cite{senge-de}, S. 63ff.}. Eine
effekive konstruktive Kritik ist schwierig zu realisieren.
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\section{Fazit}
Es existieren viele M\"oglichkeiten, die lernenden Organisation
zu realisieren. Die konkrete Implementierung muss gut geplant
sein um m\"oglichst viele Probleme und Wiederst\"ande zu vermeiden.
Es sollte unbedingt eine Involvierung der unteren
Hierarchieebenen einbezogen werden. Dies
schliesst ein Mitspracherecht ein und schliesst das
"`Top-Down-Verfahren"' aus.
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\subsection{lernenden versus herk\"ommliche Organisation}
Die lernenden Organisation zeichnet sich im Gegensatz zur traditionell
aufgebauten Organisation durch folgende Punkte aus:
\begin{itemize}
\item pro-aktives Verhalten
\item Verhalten gepr\"agt durch Systemdenken ("`Das Ganze wahrnehmen"')
\item st\"andige Lernprozesse
\item Effiziensoptimierung
\item offene Informationspolitik in der Organisation
\end{itemize}
Eine genau Abgrenzung zwischen den beiden Organisationsaufbauformen
ist jedoch nur bedingt m\"oglich, da auch der tradionelle Aufbau
Formen und Aspekte der lernenden Organisation enth\"alt.
% -----------------------------------------------------------------
\subsection{R\"uckblick}
Dieses Arbeit kann nur eine \"Ubersicht \"uber das komplexe
Thema der lernenden Organisation geben. Es sei
auf die verwendete Literatur verwiesen, die dem interessierten
Leser detailliertere Einblicke erm\"oglichen kann.
% -----------------------------------------------------------------
\appendix
% -----------------------------------------------------------------
\section{Literaturverzeichnis}
\begin{thebibliography}{666}
% -----------------------------------------------------------------
\bibitem{senge-de} Peter M. Senge;
Die f\"unfte Disziplin;
Kunst und Praxis der lernenden Organisation;
Aus dem Amerikanischen von Maren Klostermann;
Stuttgart; 1996
% -----------------------------------------------------------------
\bibitem{dlu} Heinz-Kurt Wahren;
Das lernenende Unternehmen;
Theorie und Praxis des organisationalen Lernens;
Berlin; 1996
% -----------------------------------------------------------------
\bibitem{permanente-personal} Sibylle Peters;
Lernen und Weiterbildung als permanente Personalentwicklung;
M\"unchen; 2003
% -----------------------------------------------------------------
\bibitem{faust} Johann Wolfgang von Goethe;
Faust: Der Tragoedie erster Teil
\bibitem{google} Google; http://www.google.de/
% -----------------------------------------------------------------
\bibitem{wikipedia-lo} Diverse;
Lernende Organisation; 
http://de.wikipedia.org/wiki/Lernende\_Organisation;
2004-09-18, 15:43
% -----------------------------------------------------------------
\bibitem{herbert-simon} Herbert Simon;
http://cepa.newschool.edu/het/profiles/simon.htm
% -----------------------------------------------------------------
\bibitem{bildungsmanagement} Ulrich Gonschorrek;
Bildungsmanagement;
In Unternehmen, Verwaltungen und Non-Profit-Organisationen;
Berlin; 2003;
% -----------------------------------------------------------------
\end{thebibliography}
% -----------------------------------------------------------------
\end{document}

